Rathaus Aktuell: Stadt Ennigerloh

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Schriftgröße Schriftgröße anpassen
  • Vergrößern: Strg + +
  • Standard: Strg + 0
  • Verkleinern: Strg + -
RSS-Feed RSS-Feed abonnieren
Stadt mit
Perspektive
Stadt mit
Perspektive
Stadt mit
Perspektive

Hauptbereich

Rathaus Aktuell

Viecher und Pflanzen - Schafe und Ziegen treten in Ennigerloh ihren Dienst in der Landschaftspflege an

Artikel vom 16.07.2021

Das Insektensterben aufhalten und die biologische Vielfalt bewahren ist erklärtes Ziel der Stadt Ennigerloh. Ein Baustein ist die Anlage von Blühstreifen. Doch aussäen und mähen stellt nur einen Aspekt unserer vielfältigen Kulturlandschaft dar.

Eine wichtige Rolle kommt der extensiven Beweidung mit Schafen und Ziegen zu. Damit können Flächen offengehalten werden, die durch Mahd nicht erreicht werden. Das sind insbesondere die außergewöhnlichen, mediterran anmutenden Trockenrasen in den ehemaligen Steinbrüchen – in Ennigerloh das Naturschutzgebiet (NSG) Anneliese und der Naturerlebnisraum Grimbergsteinbruch mit seinen geschützten Biotopen.

Dass Insekten Blüten brauchen, ist bekannt. Doch wer hätte gedacht, dass die Schafsköttel ein Pool der Insektenvielfalt sind? Außer Wissenschaftlern möchte das ja auch nicht wirklich jemand überprüfen. Doch ist es durch zahlreiche Studien belegt.

Und noch einen Trick haben die vierbeinigen Landschaftspfleger drauf. In ihrem Fell bzw. ihrer Wolle transportieren Ziegen und Schafe die Samen der Blütenpflanzen von einer Weidefläche zur nächsten. Ganz einfach so nebenbei.

Aufgrund der großen ökologischen Bedeutung der extensiven Beweidung freut sich die Stadtverwaltung, dass sie nun wieder ein Schäferteam gefunden hat, nachdem der langjährig aktive Schäfer Herr Borghoff aus Wadersloh sich in den wohlverdienten Ruhestand begeben hat.

Jetzt übernimmt Landschaftspflege Beckschulze aus Hamm die ein- bis zweimalige Beweidung im Grimbergsteinbruch, im NSG Anneliese und auf der ökologischen Ausgleichsfläche zwischen den Baugebieten August-Macke-Allee und Schleeberg.

Und sie führen auch gleich eine Neuerung ein. Wo Flächen stark frequentiert sind oder mit Rücksicht auf den Naturschutz nicht eingezäunt werden können, dort werden die Schäfer ihre Tiere mit Hunden hüten. Vielleicht kommt dann bei dem Einen oder der Anderen spontan Urlaubsstimmung auf in Anklang an die Lüneburger Heide oder die Schwäbische Alb. Gebiete, die noch heute für die Hütehaltung von Schafen bekannt sind. Bitte genießen Sie das Heide-Feeling in Ennigerloh. Es dient dem Schutz der biologischen Vielfalt und damit unserer Zukunft.

Und bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Weidetiere. Sie dürfen nicht mit Küchenabfällen oder sonstigem gefüttert werden, da sie dadurch ernsthaft krank werden. Bitte halten Sie ihre Hunde an der Leine und beunruhigen Sie die Schafe und Ziegen nicht. Als Tierfreunde achten Sie natürlich auch darauf, dass Ihre Hunde keinen Kot auf Weideflächen absetzen, auch dann nicht, wenn gerade keine Tiere da sind, da das Futter dadurch nachhaltig verschmutzt wird.

Die Stadt Ennigerloh dankt Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme und wünscht Ihnen viel Freude in den zugänglichen Weidelandschaften Grimbergsteinbruch und Schleeberg. Einblicke ins Naturschutzgebiet Anneliese erhalten Sie von der Aussichtskanzel an der Wulfsbergstraße.

BILDUNTERSCHRIFT:

Es sind wieder Schafe und erstmals auch Ziegen im Grimbergsteinbruch. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere. Sie tragen damit wesentlich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Fotos: Beckschulze

 

Ennigerloh sehen

Verschaffen Sie sich einen Überblick...

...über die Vielseitigkeit Ennigerlohs und der einzelnen Ortsteile Enniger, Ostenfelde und Westkirchen.

Bildergalerie ansehen