Rathaus Aktuell: Stadt Ennigerloh

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Schriftgröße Schriftgröße anpassen
  • Vergrößern: Strg + +
  • Standard: Strg + 0
  • Verkleinern: Strg + -
RSS-Feed RSS-Feed abonnieren
Stadt mit
Perspektive
Stadt mit
Perspektive
Stadt mit
Perspektive

Hauptbereich

Rathaus Aktuell

Urkundenübergabe beim Baumpatenprojekt

Autor: Stadt Ennigerloh 2
Artikel vom 09.07.2021

Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes hat sich die Stadt Ennigerloh das Ziel gesetzt, Kinder und Menschen mit Behinderung zum Thema Klimaschutz und Klimaanpassung mitzunehmen.

Ein Thema sind Bäume in der Stadt. Diese haben es durch die Klimaveränderungen zunehmend schwerer (Hitze, Trockenheit, Stürme). Dabei kommt ihnen eine wichtige Funktion bei der Pufferung negativer Klimawirkungen zu.

Nicht nur, dass sie Schatten spenden, Schadstoffe filtern und Sauerstoff produzieren – durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blätter senken Laubbäume die Umgebungstemperatur um bis zu 13° C. Sie schaffen damit ein für den Menschen angenehmes Kleinklima in der Stadt.

Es macht also Sinn, für eine gute Durchgrünung der Stadt mit Bäumen zu sorgen. Dabei sind die Lebensbedingungen für Straßenbäume wesentlich schlechter als für Bäume im Wald oder in der freien Landschaft. Viele heimische Baumarten sind inzwischen nicht mehr als Straßenbäume geeignet. Neue, klimaresistente Sorten müssen gefunden werden.

Dazu kommt, dass Bäume in der Stadt oft auch schlecht gelitten sind. Anwohner und Anwohnerinnen beschweren sich z.B. über Falllaub, Verschattung, Vogelkot oder hochdrückende Baumwurzeln.

Die Pflege vorhandener und Anpflanzung neuer Bäume in der Stadt wird aufgrund des Klimawandels zunehmend aufwändiger und damit teurer.

 

Als auf dem Spielplatz Schulweg zu Beginn des Jahres 2020 eine große alte Kastanie durch einen Sturm so schwer geschädigt wurde, dass sie entfernt werden musste, nahm die Verwaltung das zum Anlass, dort noch in selben Jahr im Herbst insgesamt zehn neue Bäume zu pflanzen.

Doch die Stadt Ennigerloh hat die zehn Bäume nicht nur gepflanzt. Sie möchte zugleich für mehr Verständnis für die große Bedeutung von Stadtbäumen und Stadtgrün werben.

Daher hat sie den pädagogischen Einrichtungen im Stadtgebiet jeweils eine Patenschaft für einen neuen Baum auf dem Spielplatz Schulweg angeboten. Zielgruppe sind Kinder und Menschen mit Behinderungen. Denn sie haben den Begegnungsraum geplant und gebaut. Acht Einrichtungen haben sich spontan zu einer Patenschaft bereit erklärt.

Leider konnte die Auftaktveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant zur Pflanzung im Herbst 2020 stattfinden, sondern wurde Ende Juni 2021 nachgeholt. Der stellvertretende Bürgermeister Henry Pforth hat die Patenurkunden für die Bäume überreicht. Außerdem haben alle Teilnehmenden Baumpatenausweise erhalten.

Der Baumpatenausweis ist eine kleine Broschüre mit Infos zu der Baumart und der Bedeutung von Bäumen im Klimawandel. Außerdem regt er dazu an, die Entwicklung des Baumes über Jahre zu begleiten.

 

Das Baumpatenprojekt ist für die nächsten drei Jahre bis Herbst 2023 angelegt. Jeden Herbst wird ein gemeinsamer Baumpatengeburtstag auf dem Spielplatz Schulweg gefeiert. Dazu gibt es jeweils ein anderes Thema aus der Umweltbildung mit Bezug zu Bäumen.

 

Dieses Jahr konnte der außerschulische Lernort "Wertstoffwerkstatt" bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) in Ennigerloh als Kooperationspartner gewonnen werden.

Was Bäume mit Abfallwirtschaft und Wertstoffgewinnung zu tun haben, diese Frage wird anschaulich und kindgerecht aufgearbeitet.

Kooperationspartner sind Frau Deppe und Herr Dierkes von der "Wertstoffwerkstatt".

Die inklusive Ausgestaltung des Projekts liegt in der Hand der Inklusionsbeauftragten Frau Krabbe mit dem Arbeitskreis Inklusion.

 

Damit die Baumpaten sich um die Bäume kümmern können, erhielt jede Einrichtung symbolisch eine Gießkanne. So kann bei Besuchen auf dem Spielplatz aus dem dort vorhandenen Wasserspiel geschöpft und die Bäume gewässert werden.

 

Gemäß Baumpatenausweis verpflichten sich die Teilnehmenden aber noch zu mehr als Gießen. Dort heißt es:

  • „Als Baumpate übernehme ich Verantwortung für meinen Patenbaum auf dem Spielplatz Schulweg.“
  • „Als Baumpate weiß ich, was die Grünkraft der Bäume ist und warum Bäume deshalb so wichtig für das Klima sind.“
  • Als Baumpate informiere ich meine Mitmenschen darüber, dass Bäume schützenswert sind – besonders in der Stadt.“
 

Von Seiten der Verwaltung wird das Projekt von Frau Erdmanski-Sasse (Umweltschutz) und Frau Carina Brentrup (Klimamanagerin) begleitet. Julius Borgmann hat das Projekt im freiwilligen ökologischen Jahr FÖJ bei der Stadt Ennigerloh bis Ende Juni betreut. Danach endete sein Jahr bei der Verwaltung. Ohne seinen Einsatz wäre das Baumpatenprojekt in dieser Form nicht möglich gewesen. Die Stadt Ennigerloh dankt ihm herzlich für die liebevolle Gestaltung der Baumpatenausweise und weiterer Medien sowie das Einwerben der Baumpaten.

Ennigerloh sehen

Verschaffen Sie sich einen Überblick...

...über die Vielseitigkeit Ennigerlohs und der einzelnen Ortsteile Enniger, Ostenfelde und Westkirchen.

Bildergalerie ansehen