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50 Jahre Ennigerloher Rathaus

Autor: Hirsch & Wölfl GmbH
Artikel vom 28.05.2013

50 Jahre Ennigerloher Rathaus

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Einweihung des Rathauses der Stadt Ennigerloh am 28. Mai 1963 zeigt die Stadtverwaltung eine kleine Ausstellung im Rathaus. In den kommenden vier Wochen kann auf mehreren Tafeln der geschichtliche Hintergrund zum Neubau des Verwaltungsgebäudes nachvollzogen werden. Zusätzlich werden im Foyer des Rathauses kurze Sequenzen aus einem Jubiläumsfilm über den Anzeigemonitor präsentiert.

In diesem Zusammenhang bedankt sich Herr Bürgermeister Lülf für die tatkräftigen Unterstützung des Heimatvereins e. V., ganz besonders in Person von Herrn Dr. Paul Schwake, bei den Mitarbeitern vom Kreisarchiv des Kreises Warendorf, bei der Redaktion der Glocke für die Möglichkeit der Recherche vor Ort sowie bei allen anderen, die mit alten Erinnerungen und guten Ideen das Projekt unterstützt haben.....

Wir schreiben das Jahr 1963. Der Liter Normalbenzin kostet 57,4 Pfennige, der Preis für ein Maß Bier auf dem Oktoberfest beträgt 2,20 DM, ein VW-Käfer ist für 3.900 DM zu haben. Der Kassettenrecorder wird erfunden, in Amerika kommt der erste Industrieroboter auf den Markt. Ludwig Erhardt wurde als Nachfolger von Konrad Adenauer zum zweiten Bundeskanzler der Bundesrepublik gewählt. J. F. Kennedy bekennt sich als Berliner und die Ennigerloher Einwohner erhalten nun offiziell ihr neues Rathaus – den Bürgern erbaut! So lautete eine Schlagzeile im Lokalteil der hiesigen Zeitung „Die Glocke“ vom 28.05.1963.

11 Jahre zuvor billigte der Gemeinderat in seiner Ratssitzung am 20. November 1952 den Kaufvertrag mit dem Mühlenbesitzer Hawixbrock über den Platz für das neue Rathaus.

Doch erst im Jahre 1960, in der Sitzung des Rates am 23. März, wurde der endgültige Beschluss zum Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes gefasst. Die Wahl des Platzes wurde den Verantwortlichen der Gemeinde leicht gemacht, so berichtete die Glocke im Mai 1963. Denn kaum an einer anderen Stelle als eben am großen Marktplatz bot sich eine solch bevorzugte Lage für das wichtigste profane Gebäude.

Bis zur Fertigstellung des künftigen Rathauses verblieben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zunächst noch im ehemaligen Haus Fleuter. Dieses wurde im Oktober 1924 angekauft, nachdem es zu einer Neuordnung der der Verwaltung im Kreisgebiet kam und die Amtsverwaltung in einem geeigneten Haus untergebracht werden musste.

In dem neuen Verwaltungsgebäude waren in der unteren Etage die Büroräume untergebracht, in der oberen Etage wohnte der damalige „Amtmann“, als der frühere „Chef der Verwaltung“. Erweitert wurde das Haus im Herbst 1925 um einen Seitenflügel an der damaligen Kaiser-Wilhelm-Straße (Alleestraße) aus Holz.

Nach dem Beschluss im Jahr 1960 besichtigte der Rat zunächst im Münsterland Rathäuser anderer Gemeinden. Anschließend erfolgte die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes.

Am 18. November 1960 schließlich erteilte man den Auftrag an die Architekten Hinderkott & Kamphoff aus Recklinghausen. Sie überzeugten den Rat mit einer Kompromisslösung aus moderner und konservativer Bauweise. Das Ergebnis ist wie bekannt, ein vierstöckiges Gebäude in roter Klinkerverblendung mit einem dreistöckigen Trakt für die Kasse und den Sitzungssaal und einem einen damaligen einstöckigen Vorbau für Polizei und Gesundheitsamt. Das Gebäude war in seinem Volumen zugeschnitten auf etwa 20.000 Einwohner. Es weist neben einem kleinen Sitzungsraum und einem farblich sehr distinguierten Trauzimmer sowie zwei Wohnungen insgesamt 38 Arbeitsräume auf. Die Gesamtfläche betrug 1.700 qm.

Die Gesamtkosten einschließlich der Inneneinrichtung betrugen 1,6 Millionen DM. Baubeginn war der 02. Mai 1961, am 27. Oktober fanden Richtfest und Grundsteinlegung statt. Anlässlich dieser Feierlichkeiten führte der damalige Bürgermeister Frisch aus, dass dieses Gebäude der Gemeinde zur Zierde und der ganzen Bevölkerung zur Freude gereiche. Denn es sei ein Haus des Rates und des Dienens für alle, ein Symbol für die Arbeit von Verwaltung und Rat an der Gemeinschaft, denn es werde nicht für den Einzelnen, sondern im Interesse der gesamten Bürgerschaft errichtet, richtunggebend für die Zukunft der Gemeinde und des Vaterlandes.

Am 18. Dezember 1962 wurde das Gebäude schließlich bezugsfertig und am 28. Mai 1963 wurde das Gebäude feierlich eingeweiht. Nachdem das neue Rathaus den geistlichen Segen erhalten hatte und der Gemeindedirektor Hövelberend die Schlüssel aus der Hand von Bürgermeister Frisch übergeben bekam, hielt der damalige Regierungspräsident Dr. Schneeberger zur Einweihung eine Festansprache. Mit den Worten „Möge dieses Rathaus mit dem rechten Geiste erfüllt werden und der Achtung vor der Würde des Menschen dienen, die Rechte wahren und die Freiheit verwirklichen“ übergab er das Gebäude seiner Zweckbestimmung.

Der Berichterstattung vom 28. Mai 1963 ist zu entnehmen, dass es sich damals um einen historischen Tag handelte, krönte doch diese Haus der Bürgerschaft nicht nur eine jahrhundertealte Geschichte dieses Gemeinwesens, sondern zugleich die rapide Entwicklung, die Ennigerloh im Verlaufe der letzten Jahrzehnte genommen habe. Ein neuer Mittelpunkt sei entstanden, denn um den ungewöhnlich geräumigen Marktplatz reihten sich in den letzten Jahren in konsequenter Folge zahlreiche Geschäftshäuser und öffentliche Gebäude, die den Schwerpunkt, der sich einst um die Pfarrkirche St. Jakobus bildete, nunmehr an die frühere Peripherie des Ortskerns verlagert habe.

Im Jahre 1994 begannen die Baumaßnahmen zur Neugestaltung des Marktplatzes sowie zur Erweiterung des Verwaltungsgebäudes mit dem aktuell bekannten Gesicht des Ortskerns.

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