Potentiale im Herzen des Kreises Warendorf

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Radtour zwischen Schlössern und Ruinen

Ennigerloher Radtour zwischen Schlössern und Ruinen

Ennigerloh - gelegen in der Parklandschaft des südöstlichen Münsterlandes - bildet den geographischen Mittelpunkt des Kreises Warendorf. Mit ihren rund 125 qkm Fläche ist sie die zweitgrößte Stadt des Kreises. Die Stadt Ennigerloh besitzt seit einiger Zeit ein Kulturzentrum, das im ganzen Kreis seinesgleichen sucht. Das Gebäude der Alten Brennerei Schwake wurde in zwei Bauabschnitten für seine jetzige Bestimmung umgebaut und eingerichtet. Heute sind dort zwei Kinos mit Vorführraum sowie die Unterrichtsräume der Volkshochschule untergebracht. Im ehemaligen Wohnhaus befinden sich nun das Büro der Stadttouristik und die Räumlichkeiten des Kulturvereins Alte Brennerei. Das Gebäude erhielt ein neues Treppenhaus mit Aufzug, um auch Behinderten freien Zugang zu verschaffen.

Alte Brennerei Schwake

Alte Brennerei Schwake und Ruine Nienburg

Hier starten wir nun unsere Erkundungstour durch Ennigerloh. Wir fahren stadteinwärts und gelangen über die Elmstraße und die Ampelkreuzung auf die Vellener Straße. Nach 2 km biegen wir links in den Merschweg ein und befinden uns in der Bauernschaft Hoest. Auf dieser Straße fahren wir 2,5 km und erreichen die Straße Ennigerloh-Oelde. 50 m rechts und dann links ab heißt nun die Devise. Nach 2,1km biegen wir in die Straße Pilatusberg ein, um später rechts der Ausschilderung „Am Geisterbach“ folgend am ehemaligen Adelssitz „Masthov“ vorbei zu fahren, der heute im Besitz der Familie Wenge ist. Nach 200m geht es dann links ab zur Ruine Nienburg. Die Nienburg wurde 1422 erbaut als die „Neue Burg“ und war bischöfliches Lehen. Wassergräben und der Rest des Bergfrieds lassen ahnen, dass hier einmal eine stolze Burg gestanden hat.

Dass es bei der Zerstörung der Nienburg nicht mit rechten Dingen zugegangen war (der Nienburger war im Recht und doch wurde seine Burg zerstört), scheint auch die damalige Ostenfelder Bevölkerung gespürt zu haben. In der Nähe der Burg liegt der sogenannte „Teufelspütt“. Die hier vorhandene Quelle speist unter anderem die Wassergräben von Nienburg und Vornholz. In dem gemauerten Gewölbe der Quelle soll der Sage nach der letzte Besitzer vor seiner Verhaftung seinen Schmuck vergraben haben. Dieser wird seitdem vom Teufel bewacht, der in der Geisterstunde durch Hundegebell und Kettengerassel den einsamen Wanderer erschreckt.

Schloss Vornholz

Von der Nienburg aus geht es weiter zum Schloss Vornholz. Sehenswert am Schloss ist nicht nur das barocke Eingangsportal, welches das Wappen von Christoph Bernhard von Nagel und seiner Gattin Anna von Brabeck zu Lethmathe zeigt. Auch der Rittersaal ist verziert mit Stuckarbeiten, die aber erst Clemens von Nagel-Doornick aufbringen ließ, nachdem er 1935 Besitzer wurde. Der Fußboden des Saals, eine wertvolle Intarsienarbeit, stammt aus dem Jahre 1841.

Der offene Kamin trägt auch das Wappen von Christoph Bernhard und seiner Gattin. In den Fensternischen sind die Namen aller Besitzer in wertvollen Stuckarbeiten festgehalten. In der Schlosskapelle steht ein Altar aus dem Jahre 1896, gefertigt vom Beelener Kunsttischler Karl Schnitkemper. In einigen Räumen des Schlosses befindet sich heute das Kavalleriemuseum, die vollständigste Sammlung von Kavallerieuniformen auf deutschem Boden. Im früheren Gestüt Vornholz stand auch der legendäre Hengst Ramzes.

Schloss Vornholz

Margarethenplatz

Eine gute Gelegenheit für eine Rast bietet nach dem Schloss Vornholz der Ortskern Ostenfeldes mit seinem Margarethenplatz und seinen Gasthöfen.

Wir fahren ein kurzes Stück wieder in Richtung Wasserschloss. Der Weg führt uns am Sportpark mit seinen Fußballplätzen und dem Golfgelände vorbei zur Kapelle auf dem Schü-renbrink. Als die alte Kirche auf dem Margarethenplatz abgebrochen wurde, wurden die Steine für den Bau von zwei Kapellen verwendet, die 1862 gebaut wurden. Diese hier wurde dem HI. Josef geweiht, während die Dombergkapelle der HI. Maria geweiht wurde.

Weiter geht es erst auf der Straße „Am Schürenbrink“, dann auf der Domhoffstraße nach Westkirchen. Hier gilt es Haus Diek und die Windmühle zu bewundern.

 

Margarethenplatz

Haus Diek

Haus Diek (ton Dyk) zählt zu einer der vielen Wasserburgen im Münsterland. Die ersten bekannten Besitzer des Burghofes waren die „von Diek“. Sie führten ein sogenanntes redendes Wappen (Wasserwellen). Architekt des Schlosses war der bekannte Baumeister Johann Conrad Schlaun. Im nordwestlichen Teil des Burgplatzes liegt das alte Herrenhaus, jetzt Rentei. Es ist ein gut erhaltener, zweigeschossiger Fachwerkbau mit abgewalmten Dach, ohne KeIlergeschoß. Der Bau ist etwa 16 m lang und 10,5 m breit. Er stammt wohl aus dem 17. Jahrhundert. In der Nähe des alten Herrenhauses liegt die alte Jägerei und daran, im rechten Winkel anschließend, das geräumige Torhaus. Die gesamte Anlage gehört zum Besitz Vornholz in Ostenfelde.

Westkirchen blieb nach dem Abriss der Wassermühle auf dem Südhof des Herrn von Oer im Jahre 1750 fast 60 Jahre ohne Mühle (1759 - 1810). Die Bauern mussten in Ostenfelde oder in der Affhüppenmühle bei Warendorf mahlen lassen.

Die Wegeverhältnisse waren in dieser Zeit jedoch denkbar schlecht und deshalb beschlossen die Bauern, auf genossenschaftlicher Grundlage eine neue Mühle zu errichten. Bauherr dieser Windmühle war Schulze zum Ziehle (to Syle). Auf seinem Grund und Boden, dem sog. Bult, wurde die Mühle gebaut. Das war vor 200 Jahren.

 

Fahren wir weiter und nutzen dabei nun ein Stück des Clemens-Ruhe-Weges in Richtung Freckenhorst und biegen dann links ab zur Westkirchener-Hoetmarer Straße. Hier fahren wir ein Stückchen rechts, um dann links die Ausläufer der Beckumer Berge zu erklimmen. Hier ist für die meisten schieben angesagt, denn nur Radfahrer mit guter Kondition schaffen den Aufstieg.

Haus Diek

Rückämper Kapelle

Oben angekommen geht es ein Stück geradeaus, dann links. Später, wenn wir den rechts im Feld liegenden Hof passiert haben, wieder rechts über einen Betonweg bis zur Straße Ennigerloh-Hoetmar. Hier fahren wir links, dann rechts am Ferienhof Bettmann vorbei nach Enniger. Hier besuchen wir erst die 300 Jahre alte Rückämper Kapelle. Sie hat für unser Gebiet im Vorspann der „Aktuellen Stunde“ im Fernsehen geworben.

Rückämper Kapelle

Pfarrhaustenne

Von hier aus geht es dann in das Vossbachdorf Enniger. Es bietet sich an, die alte Pfarrhaustenne. das Heimathaus, die schöne Kirche und den neuen Kirchplatz zu besichtigen. Die Pfarrhaustenne wurde 1974 – 1975 umgebaut zu einer Begegnungsstätte. Seit 20 Jahren finden dort Dielenabende (Konzerte, Vorträge etc.) statt. Jeder 1. Sonntag im Monat lockt viele auswärtige Besucher auf die Tenne zum „Kuchensonntag“.

Pfarrhaustenne

Hof Enniger und Alte Brennerei Schwake

Um unsere Rundreise abzuschließen, fahren wir am alten „Hof Enniger“ vorbei, überqueren die Hauptstraße im Dorf und verlassen Enniger über die Lönsstraße. An deren Ende biegen wir links in die Angelfeldstraße, um danach wieder rechts abzubiegen. Nach 500 m geht es links ab, am Spargelhof Friggemann vorbei, um dann nach gut einem Kilometer links in Richtung Ennigerloh abzubiegen. Auf dieser Straße bleiben wir bis zur Ampelkreuzung Neubeckumer Straße. Diese überqueren wir, fahren links auf dem Radweg weiter bis zur Hoetmaer Straße. Hier geht es rechts ab, am Feuerwehrhaus vorbei und dann in Richtung Kirche und Alte Brennerei Schwake.

 

Voller neuer Eindrücke erreichen wir dann unser Ziel. Die Strecke ist ca. 50 km lang, kann aber jederzeit in Richtung Ennigerloh abgebrochen werden, was bei dem übersichtlichen Streckenplan kein Problem sein dürfte. Eine Ausschilderung fehlt leider zur Zeit noch.

Weitere Informationen

Kartenmaterial

zu dieser Tour können Sie hier downloaden oder bei der Stadttouristik Ennigerloh anfordern.

Stadttouristik Ennigerloh
Marktplatz 1
59320 Ennigerloh
Fon: 02524 28-0
Fax: 02524 5000

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